Salem wieder eine Nacht lang im Hexenfieber
Sonnnabend, 20. Februar, 17.30 Uhr auf dem Salemer Hexenplatz. Noch tummeln sich hier nur wenige Gäste. Im Kreis stehen sie am wärmenden Lagerfeuer und harren der schaurigen Dinge, die da gleich kommen werden. Alle Bilder zum Hexenfest finden Sie in unserer "Fotogalerie".
Freudestrahlend rotiert unterdessen Arno Süssig über den Platz. Der Mann im Teufelskostüm trägt eine nicht unerhebliche Verantwortung an diesem Abend. Ohne ihn könnten die Geister und Hexen noch so viele Zaubersprüche zum Besten geben, noch so viele Beschwörungsformeln murmeln, um den beharrlichen Winter zu vertreiben – ohne Süssig würde sie kein Mensch verstehen. Arno Süssig ist der Mann für den guten Ton. Und egal in welche Ecke des Platzes sich der Salemer beim Soundcheck auch stellt, die Partymusik aus den Boxen ertönt in bester Qualität. „Wir treten hier heute mit einer neuen Anlage an. Und der Ton ist einfach hervorragend“, tanzt er von einem Bein auf das andere. Noch allerdings kann er die Anlage nicht auf Hochtouren fahren. Aus Gorschendorf naht der große Geister- und Hexenumzug. Und der hat seinen eigenen Sound. Vorneweg marschiert standesgemäß lautstark die Schalmeienkapelle der Malchiner Feuerwehr, im Gefolge halten grauenhafte Gestalten auf dem Salemer Hexenplatz Einzug. Arno Süssig kann noch ganz entspannt an den Reglern stehen. Denn vier, fünf Stücke hat die Kapelle noch im Repertoire. Dann allerdings wird es ernst. Auf dem Besen kommen die Hexen auf der Naturbühne daher geritten. Die stimmen prompt die Kulthymne „Wir singen buh, wir singen bah, die Geister und Hexen sind wieder da“ an und brauchen dafür das volle Programm an akustischer Unterstützung. Süssig ist voll in seinem Element. Auch als die jüngsten Hexenfestbesucher ins Rampenlicht rücken, um ihre Kostüme und selbst gebastelten Laternen vorzustellen, sorgt er dafür, dass die Moderation des Ganzen hervorragend ankommt bei der längst gut gelaunten Menge. Schließlich wird es sogar noch familiär. Ehefrau Angelika schnappt sich das Mikrofon und heizt den Gästen enthusiastisch mit einem Partysong ein. Ihrem Gatten sei Dank, dass auch diese Einlage nicht ihre Wirkung verfehlt. Den Auftritt des Karnvealvereins inklusive Büttenredner bringt der Mann an der Technik dann ganz gelassen und fast schon routiniert über die Bühne, um wenig später gemeinsam mit den vielen hundert Gästen den Blick gen Himmel zu richten, um sich an dem grandiosen Höhenfeuerwerk zu erfreuen. Und das entfaltet sich in der Salemer Nacht mit der arttypischen Geräuschkulisse und völlig ohne Süssigs akustische Unterstützung. Die Fotos zum Hexenfest finden Sie in unserer "Fotogalerie". |
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 01. März 2010 um 10:52 Uhr |